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Ein Nashorn auf dem Flur?
Schweriner Museum zeigt Oudrys Werke und löst eine neue "Claramanie" aus
vom: 25.02.2008
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Sie wissen, wie ein Nashorn aussieht? Klar, schließlich gibt es in jeder größeren Stadt Zoos oder Tiergärten. Vor 250 Jahren indes sah das anders aus: Als der holländische Kapitän van der Meer 1741 ein junges indisches Rhinozeros nach Europa brachte, hatte man auf diesem Kontinent noch nie zuvor so einen lebenden Dickhäuter erblickt. Das öffentliche Interesse an der Nashorndame „Clara“, deren Besitzer sie auf Jahrmärkten und an adligen Höfen präsentierte, war dementsprechend riesengroß. Bald wurde der Begriff der „Claramanie“ geprägt, die das ganze Abendland erfassen sollte. Während der 17 Jahre dauernden Reise wurde das drei Tonnen schwere exotische Tier - gezogen von acht Pferden in einem eigens angefertigten Wagen - vielfach von Künstlern gezeichnet, gemalt, in Bronze gegossen, vergoldet und zierte sogar feinstes Porzellan. Auch der französische Hofmaler Jean-Baptiste Oudry porträtierte Clara neben zwölf anderen bis dato unbekannten Tieren in lebensgroßen Darstellungen für die Versailler Menagerie des Königs Ludwig XV. Das Porträt von Clara misst so denn auch stattliche fünf mal drei Meter. Die Ölgemälde erwarb kurze Zeit später der regierende Herzog von Mecklenburg-Schwerin.
Oudrys Clara-Bild, welches das stattliche Tier in Originalgröße wiedergibt, kam 1750 nach Schwerin - um fortan bis zur Restaurierung ab 2001 eingerollt im Depot zu stehen, denn es passte an keine Wand. Doch jetzt kommt Clara wieder „nach Hause“. Direkt aus dem amerikanischen Houston in das mecklenburgische Schwerin. Nach fünfjähriger aufwändiger Restaurierung im J. Paul Getty Museum Los Angeles feiert die gemalte Clara nach ihren weltweit ersten öffentlichen Auftritten in L.A. und Houston Deutschlandpremiere im Staatlichen Museum Schwerin. Ein Heimspiel sozusagen. In der Ausstellung „Oudrys gemalte Menagerie. Porträts von exotischen Tieren im Europa des 18. Jahrhunderts“ zeigt das Museum die seit mehr als 200 Jahren in Schwerin befindliche Serie der lebenden Kuriositäten des 18. Jahrhunderts. Und natürlich steht Clara nicht im Flur des Museums, sondern erhält ausreichend Platz in den großen Räumen.
Die Schätze Schwerins
Leistungen:
* 2 Übernachtungen inkl. Frühstück
* Stadtrundgang
* Eintritt und Führung Schweriner Schloss
* Eintritt und Führung durch "Die gemalte Menagerie" im Staatliches Museum
* Rundfahrt mit der "Weißen Flotte"
* Kaffeegedeck im Café Prag
* Schweriner Dom
* Petermännchen-Maskottchen
* Reiseführer Schwerin "Kompass"
Preis pro Person ab
Preiskategorie im Doppelzimmer im Einzelzimmer
A € 153,00 € 221,00
B € 135,00 € 196,00
C € 107,00 € 140,00
Verlängerung auf Anfrage möglich
http://www.museum-schwerin.de
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