Menü
  • Pfaffenteich vom Domturm aus gesehen
    Pfaffenteich
    Pfaffenteich vom Domturm aus gesehen
  • Fassadendetails der Schelfstadt
    Fassadendetails der Schelfstadt
    Fassadendetails der Schelfstadt
  • Turm der Schelfkirche
    Turm der Schelfkirche
    Turm der Schelfkirche
  • Schelfkirche Detail und Abstieg zur Gruft
    In der Schelfkirche kann die Gruft der Mecklenburgischen Herzöge besichtigt werden
    Schelfkirche Detail und Abstieg zur Gruft
  • Historischer Baubestand
    Historischer Baubestand
    Historischer Baubestand
  • Balkon Schelfstadt Detail
    Nirgendwo in Schwerin findet sich soviel historischer Baubestand wie in der Schelfstadt
    Balkon Schelfstadt Detail
  • Ausstellungsraum der Stiftung Mecklenburg
    Ausstellungsraum der Stiftung Mecklenburg
    Ausstellungsraum der Stiftung Mecklenburg
  • Besuchenswert: Die MV-Fotogalerie und Kino unterm Dach
    Die Schelfstadt ist ein lebendiges Kunst- und Kulturviertel
    Besuchenswert: Die MV-Fotogalerie und Kino unterm Dach

Die Schelfstadt

Woher der Name Schelfstadt stammt, ist nicht ganz klar. Vermutet wird, dass Schelfe auf die niederdeutsche Bedeutung für Schelp, also Schilf zurückzuführen ist. Tatsächlich berichten mittelalterliche Chroniken von einem hier liegenden Sumpfgebiet.

Zwischen Fachwerk, Putz und Putten

Prächtige Stadtvillen und Bürgerhäuser schmücken die Ufer des Pfaffenteichs. Folgt man den schmalen Gassen aus Kopfsteinpflaster ins Herz der Schelfstadt, werden mehr und mehr Fachwerkfassaden sichtbar, drängen sich die Spitzdächer dichter aneinander, übernimmt statt feinem Putz roter Backstein die Oberhand. Hinter so manchem Haus der Schelfstadt verbirgt sich eine verwunschene Welt: Romantische Gärten und große Höfe sind seit Jahrhunderten Oase und Rückzugsort der Bewohner.

Die Geschichte

Schon vor der Stadtgründung Schwerins 1160 sollen Fischer und Händler das heutige Areal besiedelt haben. Planmäßig als Neustadt angelegt wurde die Schelfstadt jedoch erst Anfang des 18. Jahrhunderts von Herzog Friedrich Wilhelm. Kaufleute und Handwerker sollten mit finanzieller Unterstützung angelockt werden. Ziel war die Belebung der Wirtschaft - und eigentlich die politische Selbstständigkeit. 1832 wurde die Schelfstadt indes mit Schwerin vereint.

Rettung vor dem Abriss

Heute gilt der Stadtteil als größtes zusammenhängendes Ensemble historischen Baubestands in Schwerin. Und dabei ist es vorrangig engagierten Bürgern zu verdanken, dass das Kleinod in großen Teilen noch existiert: Ende der 1980er Jahre sollten die Häuser aufgrund des starken Verfalls dem Erdboden gleichgemacht werden. Proteste wurden laut. Jetzt sind fast sämtliche Schmuckstücke liebevoll saniert und als Lebensmittelpunkt beliebter denn je. Die barocke Schelfkirche, das Kulturzentrum Schleswig-Holstein-Haus und die Konzertstätte "Der Speicher" gehören zu den markantesten Punkten.