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  • Foto: A.Duerst, STUDIO 301
    Marktplatz mit Dom und Stadtführung
    Foto: A.Duerst, STUDIO 301
  • Was es mit diesem Brunnen auf sich hat, erfahren Sie bei einer Stadtführung
    Der Stierbrunnen auf dem Schlachtermarkt
    Was es mit diesem Brunnen auf sich hat, erfahren Sie bei einer Stadtführung
  • Tourismusverband Mecklenburg-Schwerin
    Der Marktplatz ist der zentrale Anlaufpunkt, um Schwerin kennenzulernen
    Tourismusverband Mecklenburg-Schwerin

Der Altstädtische Marktplatz

Die Spur führt zurück in Zeiten der Gründungsgeschichte - und zum Altstädtischen Markt. Hier auf dem quirligen Platz mit seinen Cafés erzählt das Löwendenkmal vom ersten Stadtvater Heinrich den Löwen.

Ja, sie sorgt bisweilen für Empörung, die Gedenksäule für Stadtgründer Heinrich den Löwen auf dem Altstädtischen Markt. Anlässlich der 1000-Jahr-Feier Mecklenburgs vom Bildhauer Peter Lenk gestaltet, zeigt die viereinhalb Meter hohe Pyramide Episoden aus dem Leben Heinrichs. So weit, so gut. Doch neben Szenen aus der teils unbarmherzigen Herrschaft des Welfenherzogs, welcher auch Münchens Gründungsvater ist, sorgt vor allem ein Bild für Trubel: die sogenannte Gesäßparade. Nackte Hintern strecken sich dem Betrachter entgegen. Denn laut der Legende sollen die Bardowicker Bürger aus Groll dem durchreisenden Herzog statt der kalten Schulter ihr entblößtes Hinterteil gezeigt haben.

 Torten statt Wortschlachten

Hinter dem Löwendenkmal auf dem Altstädtischen Markt erhebt sich majestätisch der Schweriner Dom. Einen architektonischen Kontrast zu seinen dicken Backsteinmauern stellt das strahlend weiße Säulengebäude dar. Die Front zieren 14 dorische Säulen und der Volksmundname will so gar nicht zu der eleganten Erscheinung von 1785 passen: Krambudengebäude. Tatsächlich wurde es als Markthalle errichtet, um das Durcheinander der Handelsstände auf dem Platz einzudämmen. Doch das Konzept ging nicht auf. Heute beherbergt das Säulengebäude ein Konditorei-Café – und das Markttreiben findet wieder draußen statt, jetzt jedoch gesitteter. 

 Für Ratsuchende

Ein weiterer Blickpunkt auf dem Altstädtischen Markt ist das Rathaus. Zum ersten Mal 1351 erwähnt, hat es nie an anderer Stelle gestanden, doch sein äußeres Gewand wechselte mehrfach. Innerhalb von 120 Jahren brannte es im Mittelalter drei Mal ab. Seit der Fassadenneugestaltung im Tudorstil durch Hofbaurat Georg Adolph Demmler hat es indes Bestand.

Heute finden im Rathaus die teils hitzigen Debatten der Stadtvertreter statt, zudem hat die TOURIST-INFORMATION hier ihren Sitz und hilft den Gästen der Schlossstadt gern weiter.